Medizinisches Wissen zugänglich machen für alle
2017 begannen wir mit einer simplen Beobachtung: Ärzte und Pflegekräfte aus ländlichen Regionen haben kaum Zugang zu aktuellen Fortbildungen über KI-Anwendungen im Gesundheitswesen. Diese Lücke wollten wir schließen.


Von einem kleinen Team zur nationalen Bildungsplattform
Alles begann in einer Gemeinschaftspraxis in Rehburg-Loccum. Dr. Elisabeth Tornow und Softwareentwickler Finn Bergmann trafen sich bei einem regionalen Gesundheitsforum. Elisabeth erzählte von ihrer Frustration: Sie wollte mehr über maschinelles Lernen in der Radiologie lernen, doch die nächste Konferenz war 400 Kilometer entfernt und kostete drei Tagesgehälter. Finn hatte gerade seine Position bei einem Medizintechnik-Startup verlassen und suchte nach einem sinnvollen Projekt.
Innerhalb von sechs Monaten entwickelten sie den ersten Prototyp. Keine fancy Oberfläche, keine ausgefeilte Gamification. Nur strukturierte Videolektionen, praktische Fallstudien und ein Forum, wo sich Teilnehmer austauschen konnten. Der erste Kurs behandelte Grundlagen von neuronalen Netzen in der Bildgebung. 23 Personen meldeten sich an, hauptsächlich Radiologen aus Niedersachsen und Brandenburg.
Was uns überraschte: Die Leute blieben nicht nur dabei, sie brachten Kollegen mit. Nach acht Monaten hatten wir 340 aktive Nutzer. Nach zwei Jahren über 4.000. Heute arbeiten wir mit Universitätskliniken, regionalen Krankenhäusern und Fachverbänden zusammen, um Inhalte zu entwickeln, die echten klinischen Bedarf abdecken.
Wir glauben nicht an Wunderversprechen. Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen ist komplex, entwickelt sich schnell und braucht fundiertes Verständnis. Unsere Kurse vermitteln dieses Verständnis Schritt für Schritt, mit konkreten Beispielen aus der Praxis.
Wie wir arbeiten und lernen
Diese Werte prägen jeden Kurs, jede Aufgabe und jede Interaktion auf unserer Plattform. Sie sind nicht bloß Worthülsen, sondern tägliche Entscheidungsgrundlage.
Evidenzbasierte Inhalte
Jeder Kurs basiert auf aktueller Forschung und klinischen Studien. Wir zitieren Quellen, zeigen Grenzen auf und aktualisieren Material, wenn sich Evidenz ändert. Keine Hypes, keine unbelegten Behauptungen.
Praxisnahe Anwendung
Theorie ohne Praxis bringt niemanden weiter. Deshalb arbeiten wir mit anonymisierten Patientendaten, simulieren diagnostische Entscheidungen und zeigen, wie Algorithmen in echten klinischen Workflows funktionieren.
Transparente Grenzen
KI ist kein Allheilmittel. Wir sprechen offen über Limitationen, potenzielle Fehlerquellen und ethische Dilemmata. Teilnehmer sollen informierte Entscheidungen treffen können, nicht blind Technologie vertrauen.
Strukturiertes Lernen
Komplexe Themen brauchen klare Struktur. Unsere Kurse bauen systematisch aufeinander auf, mit definierten Lernzielen, regelmäßigen Wissenstests und direktem Feedback zu Schwachstellen.
Datenschutz zuerst
Gesundheitsdaten sind sensibel. Alle Lernmaterialien mit Patientenbezug sind vollständig anonymisiert. Nutzer-Accounts werden nach deutschen Datenschutzstandards verwaltet. Keine Weitergabe, keine Kompromisse.
Flexible Zeitgestaltung
Medizinisches Personal hat unregelmäßige Schichten und wenig Freizeit. Unsere Kurse sind asynchron, Lektionen dauern 15-30 Minuten, und der Fortschritt wird automatisch gespeichert. Lernen passiert dann, wenn Zeit da ist.
